Namen und Gesichter merken - ein Kinderspiel!

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Auf einer Cocktailparty fragen Sie Ihren Gegenüber nach dem Namen und nur kurze Zeit später, noch auf dem Weg zum Buffet ist er Ihnen wieder entfallen.
 
Viele von uns haben wenig Interesse, sich Namen proaktiv einzuprägen. Sie hören den Namen ein einziges Mal und erwarten, dass er sich wie von alleine in das Langzeitgedächtnis einnistet. Doch nur die Wiederholung des Namens vergrößert die Chance darauf, ihn später korrekt wiedergeben zu können. Beispielsweise ist es bereits sehr effektiv, den fremden Namen sofort zu wiederholen. Meistens freut sich die andere Person sogar darüber, wenn sie bemerkt, dass Sie sich den Namen gemerkt haben.

Kein Wort hört der Mensch lieber als seinen eigenen Namen. Es schmeichelt, wenn der andere den Namen kennt. Und derjenige, der sich einfach Namen und Gesicher merken kann, fühlt sich sicher und selbstbewusst. Er gewinnt an Sympathie und Zuneigung.
Doch wie gut ist Ihr Namensgedächtnis überhaupt?

Machen Sie die Probe auf's Exempel, Sie haben zwei Minuten Zeit:
Scrollen Sie bitte nun herunter auf die nächste Seite, ohne den folgenden Textabschnitt zu lesen.
Weisen Sie den Gesichtern die Namen zu, ohne oben nachzuschauen.
Viel Erfolg!
 

 
 
Ein gutes Namens- und Personengedächtnis ist das A und O eines jeden Berufs, in dem andere Menschen -- Kollegen, Klienten, Kunden oder Patienten eine wichtige Rolle spielen. Das Vertrauen zu einem Arzt, der nicht nur den Namen, sondern auch Teile der Krankheitshistorie kennt und die Fragen wiederaufnimmt, die den Patienten beim letzten Besuch umgetrieben haben, punktet mit Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Selbstverständlich ist es wenig zweckmäßig, sich an Informationen über Personen bis in die letzte Detailstufe zu erinnern.
Hier kann nur ein geeignetes EDV-System Abhilfe schaffen, dass Personendaten zuverlässig und strukturiert erfasst.
Gleichwohl kann man auf diese Daten nur in den wenigsten Fällen ad hoc zugreifen, sodass es sich also lohnt, die folgenden Gedächtnistechniken gut einzustudieren.



Wollen Sie den Namen über einen längeren Zeitraum hinweg im Gedächtnis behalten, dann ist das fast nur durch Wiederholung möglich. Der fremde Name einer Person hat dann gewissermaßen Vokabelcharakter.

Einige Beispiele helfen, die Regeln zu illustrieren:
  • Sie lernen eine Dame kennen, die »Müller« heißt. Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder stellen Sie die neu kennengelernte Frau Müller geistig zu einem Herrn oder einer Frau Müller, die Sie bereits kennen, oder Sie verwenden die oben beschriebene Technik.
  • Sie lernen jemanden kennen, der »Schneider« heißt. Sofort stellen Sie sich vor, wie er im Schneidersitz sitzt. Danach folgt noch die Wiederholung des Namens.
  • Es stellt sich eine Dame mit dem Namen »Schütz« vor. Auf den ersten Blick fällt Ihnen die große Halskette an der Dame auf. Selbst wenn Frau Schütz die Halskette am nächsten Tag nicht trüge, Sie würden wahrscheinlich wieder an die Halskette denken. Folgende mnemotechnischen Assoziationen sind möglich: Die Dame schützt sich mit der Halskette. An ihrer Halskette hängt ein Schütze (Sternzeichen). Die Dame hat ein Geschütz als Halskette. Nun sollten Sie den Namen noch einmal wiederholen, damit Ihnen kein Fehler unterläuft. Die Dame heißt richtig »Schütz«.
  • Es stellt sich Ihnen jemand vor mit dem Namen »Fabris«. Sie denken an eine Fabrik, und aus dem Schornstein kommt Rauch in Form eines S. Oder der Herr streicht die Fabrik mit Farbe, und zwar in S-Linien. Jetzt sollten Sie den Namen noch einmal wiederholen. Der Herr heißt richtig »Fabris«.
  • Immer wieder sehen Sie einen Herrn beim Angeln. Eines Tages lernen Sie ihn näher kennen, und er nennt seinen Namen. Er heißt »Schikowski«. Als Auslöser nehmen Sie seine Tätigkeit als Angler, weil Ihnen diese sowieso immer sofort wieder einfällt. Sie stellen sich Folgendes vor: Er angelt einen Ski und »koft« sich einen zweiten. Somit heißt er »Schikowski«.
  • Herr Paraskewogloubos fliegt Paraski. Wo? Auf dem Globus. »ParaskiWoGlobus«. Den Namen richtig zu wiederholen, ist auch hier wichtig.

 

Mit diesem Hintergrundwissen dürfte Ihnen die Übung oben deutlich einfacher fallen. Denken Sie an die vier Regeln und prägen Sie sich die Gesichter und Namen ein. Sie werden merken, es wird Ihnen deutlich einfacher fallen!


Aktualisiert ( Montag, 20. Oktober 2008 um 23:47 )