Die Vergessenskurve

E-Mail Drucken PDF
 
Unser Gehirn wirtschaftet mit eingehenden Informationen sehr ökonomisch: Nur diejenigen Daten, auf die zukünftig mit großer Sicherheit noch zugegriffen werden muss, werden auf den begehrten Ehrenplätzen im Langzeitgedächtnis geparkt.

Die Aufgabe der Gedächtnis- und Lernforschung ist es, geeignete Methoden und Verfahren zu entwickeln, die Informationen möglichst schnell und mit geringem Aufwand in diese Endposition befördern und dort festigen.

Ein anerkannter Ansatz, der mittlerweile nicht nur in Schulen und Universitäten eingesetzt wird, sondern auch in interaktive Lernsoftware Eingang gefunden hat, basiert auf der intervallgesteuerten Wiederholung von wichtigen Informationen.
Dabei lautet die Maxime: Je häufiger eine Information wiederholt wird, desto wichtiger scheint diese Information aus der Perspektive des Filtermechanismus sein, der oben skizziert wurde. Als Konsequenz wird diese Information mit dem Attribut 'wichtig' versehen und abrufbereit in das Langzeitgedächtnis aufgenommen.

Diese eigentlich sehr simple Methode des kontinuierlichen, intervallgesteuerten Wiederholens findet in der Praxis oft nicht zureichend Anwendung. In der täglichen Arbeit vergessen viele, die gelernten Informationen rechtzeitig zu wiederholen.
Als Daumenregel hat sich bewährt, wichtige Inhalte am 1., 3., 7., 14. und 30. Tag zu wiederholen.


Aktualisiert ( Dienstag, 14. Oktober 2008 um 22:40 )